01.04.2026 bis 31.12.2028
INES-NOK adressiert direkt die elektrische Netzinfrastruktur entlang des Nord-Ostsee-Kanals und die Ladestationen der klimaneutralen Schiffe. Der regional erzeugte Strom aus Erneuerbaren wird genutzt und wenn erforderlich gespeichert, um ihn zu geeigneten Zeiten und an geeigneten Orten für die Versorgung von Kanalfähren und weiteren Schiffen abzugeben. Neue leistungselektronische Betriebsmittel wie Smart-Solid-State Transformatoren (SST) und Medium-Voltage-Direct-Current-Links (MVDC-Link) in Verbindung mit On- und zusätzlichen Off-ship-Batteriespeichern und neuen, intelligenten Automatisierungslösungen ermöglichen, dass die Netzinfrastruktur sicherer, ökonomischer und ökologischer aufgebaut und betrieben werden kann als bei der bisher geplanten konventionellen Netzinfrastruktur.
Im Projekt werden der aktuelle Stand der Technik für die klimaneutrale Versorgung von Schiffen durch stationäre Ladestationen erfasst und die Potenziale zur Nutzung der erneuerbaren Energien aus der Region ermittelt. Es werden innovative, technische Konzepte für eine schnelle Strom-Ladeinfrastruktur für batteriebetriebene Schiffsantriebe unter besonderer Berücksichtigung der möglichen DC-Netzinfrastruktur mit zusätzlichen Speichern an den Ladestationen entlang des NOKs unter Berücksichtigung der Backup-Versorgung und zusätzlichen Speichern entwickelt. Ein vorausschauendes Automatisierungs- und Energiemanagementsystem (EMS) wird die Betriebsmittel optimal steuern. Für die Kanalfähren und ein ausgewähltes Netzgebiet werden die neu entwickelten Konzepte mit Hilfe der Simulation berechnet, evaluiert und bewertet. Die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen und die für den Betrieb erforderlichen Änderungen des Rechtsrahmens werden ermittelt.
Es ist zu erwarten, dass die neuen DC-Betriebsmittel, zusätzliche Speicher und neue Automatisierung wesentliche Vorteile gegenüber den Eigenschaften der konventionellen Netzinfrastruktur bringen und damit den Energiewendeprozess in der Region beschleunigt.