bis 30.04.2024
Wasserstoff eignet sich zur saisonalen Energiespeicherung und zur Vorsorge für die sogenannte Dunkelflaute (zehn Tage mit sehr geringer Sonneneinstrahlung und sehr geringem Winddargebot bei niedrigen Temperaturen). Gleichzeitig stellt der hohe Heizwärmebedarf im nur träge zu sanierenden Gebäudebestand eine Löwenaufgabe dar. Offene Fragen im Hinblick auf die Wasserstoffnutzung stellen sich u.a. im Bereich Transport und Distribution. Da es sich um ein Gas handelt, das früher bereits in Gasnetzen zur Energieversorgung genutzt wurde, wird eine Nutzung des Bestands-Erdgasnetzes als ggf. sinnvoll angesehen. Das Erdgasnetz besitzt enorme bestehende Energiespeicherkapazitäten, die das saisonale Speicherproblem lösen könnten. Allerdings stellt sich eine Reihe von Fragen, die unter anderem die Eignung von Endgeräten und Hausinstallationen und das Verteilnetz selbst betreffen. Im Zentrum des Projekts steht die Untersuchung der Eignung des bestehenden Erdgasnetzes für den Transport von Wasserstoff bei unterschiedlichen Gasdrücken und Zumischraten sowie die Eignung der Hausinstallationen. Beispielhaft soll hier das Bestands-Erdgasnetz in Schleswig-Holstein untersucht werden. Die Untersuchung verspricht übertragbare, international bedeutende Erkenntnisse.